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Wort der Woche

am Freitag, 19. Juni wird das Fest des Heiligsten Herz Jesu gefeiert. Bei diesem Fest geht es nicht um Organ, Fleisch oder Herzmuskel, sondern um die Gefühle der Zuwendung, Liebe und Barmherzigkeit, die Gott den Menschen schenkt. Das Evangelium des Festes erzählt uns, dass Jesus Ruhe und Erholung für alle, die „mühselig und beladen sind“, anbietet.

Hektik, Überlastung und Ängste sind Symptome vieler Zeitgenossen. Die Sorgen in Politik und Gesellschaft und auch in der Kirche sind riesig. Auch macht jeder von uns ähnliche Erfahrungen, die das Leben betrübt und belastet. Stellen Sie sich nur vor, dass Sie unter solchen Umständen ohne Ende leben würden! Wie würden Sie reagieren? Was und wer würde Ihnen die Hoffnung geben?

Liebe Gemeinde, Gott will uns Menschen an seiner Seite haben. Denn seine Sehnsucht ist der Mensch, und gerade den Menschen am Rand der Gesellschaft, den scheinbar Bedeutungslosen und den elenden Menschen gilt seine besondere Vorliebe. Das ist die Botschaft des Herz-Jesu-Festes. Wer sich diese Botschaft zu Herzen nimmt, der wird in dem Bewusstsein leben. Und wenn wir von Gottes Liebe und Barmherzigkeit geprägt sind, werden wir Jesu unsere Hände, Augen, Füße und unser Herz verleihen. Dabei können wir die Menschen versöhnen und pflegen, ihnen in Not weiterhelfen. Wir sind heute besonders eingeladen, unser Herz für belastete Mitmenschen offenstehen zu lassen und ihnen die frohe Botschaft zu bringen.

Damit werden wir die Fortsetzung des Wirkens Jesu – Gottes Heilsorge und Liebe – heute für die Menschen. Konkret heißt es, ich nehme jemanden an, ich liebe jemanden oder ich helfe jemandem, so wie er ist. Ich höre gerade keinen Schrei nach meinem Tun oder nach meiner Rede: „Du brichst mein Herz“, „Mein Herz sinkt“ oder „Mein Herz blutet vor Schmerzen!“ Ich habe ein Herz für Menschen ohne Voraussetzungen, Bedingungen und Beschränkungen nach Farbe, Rasse und Geschlecht. Denn für mich ist Liebe zuallererst nicht Leistung sondern Geschenk des Herzens. Jede Person braucht diese Erfahrung zum Atmen und Wachsen und jede ist auf sie angewiesen, um lebendig zu bleiben und um alles mit dem Herz gut zu sehen. Damit das in mir geschieht, brauche ich absolut Gottes Kraft, die mir hilft, andere aufrichtig zu lieben. Herr Jesus, „Mach‘ mein Herz nach deinem Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen“.

Ihr
Pater Charles Odwar Lekamoi AJ

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